Das Anwesen befindet sich in Runkel-Hofen, einem Dorf mit knapp über 400 Einwohnern. Hofen liegt in einem Seitental des Kerkerbachs, der nahe Runkel in die Lahn mündet.
Der Hof wurde im Jahr 2011 erworben. Die relativ kleine und geschlossene Anlage kann sofort begeistern und lädt zum Verweilen und Wohlfühlen ein.
Im Rahmen der Gesamtanlage Hofen liegt das Anwesen im geschützten Bereich. Unter Denkmalschutz steht neben der schmiedeeisernen Zaunanlage insbesondere die Scheune. Sie ist die größte ihrer Art im Landkreis Limburg-Weilburg wurde etwa um 1820 auf einem möglicherweise älteren Sockel aus Bruchstein errichtet. Sie ist talseitig fünf Stockwerke hoch, was sie zum beherrschenden Bau des Dorfes macht, wenn man als Spaziergänger oder Radwanderer vom Kerkerbachtal her nach Hofen kommt.
Zur heutigen Hofanlage gehören noch das Wohnhaus und ein verbindender Gebäudeflügel. Bedingt durch die Hanglage sind alle Gebäude mit starken Bruchsteinfundamenten gesichert, teils mit Strebepfeilern. Südöstlich schließt sich unterhalb der Scheune ein umfriedeter Garten an, der im Stil eines Bauerngartens angelegt worden ist.
Das Wohnhaus scheint im Kern aus zwei Häusern zu bestehen. So gibt es zwei Keller und einen Niveauunterschied zwischen beiden Teilen von etwa 30 cm, der in jedem Geschoss besteht. Es lassen sich drei wichtige Bauphasen unterscheiden. Eine erste um 1570, was anhand der Konstruktion des erhaltenen südwestlichen Giebels und nach erfolgten dendrochronologischen Untersuchungen ersichtlich ist, dann eine weitere um 1700. Das wird anhand des Fachwerks im Obergeschoss deutlich, das noch verblattet und nicht verzapft ist.
Die größten Veränderungen gab es kurz vor und um 1900, wobei das Dach aufgestockt und die Fensteröffnungen und Wände verändert wurden. Insgesamt hat das Wohnhaus im Inneren vielfache Umbauten erfahren, so dass eine genaue Bauhistorie schwierig ist. Das Besondere ist der im Haus innenliegende Brunnen mit einer Tiefe von 26 Metern und einer Abdeckung aus schwarzem Schupbacher Marmor.
Aus der Zeit um 1860 haben sich zwei Fenster im Giebel erhalten. 2022 wurden alle übrigen Fenster stilgerecht aus Eichenholz und Restaurationsglas mit Bleiruten erneuert. Ebenso wurden die Klappläden neu angefertigt und die farbliche Fassung alten Befunden angepasst.
2022 wurden zudem die Dächer von Haupthaus und Mittelbau mit Naturschiefer in Altdeutscher Deckung neu eingedeckt. Es erfolgte auch der Einbau einer Pellet-Zentralheizung, die die in die Jahre gekommene Ölheizung ablöste.
Im Erdgeschoss des Haupthauses wurden die Räume mit Schilf-Dämmung und Lehmputz versehen und neben einem neuen Kachelofen auch ein Holzherd eingebaut.
Der Teil des Anwesens (links auf dem Foto), in dem sich heute die Ferienwohnung befindet, beherbergte früher im Erdgeschoss mehrere kleine Ställe; das Obergeschoss wurde zu Lagerzwecken gebraucht und war nur von außen zugänglich.
Das schlichte Fachwerk war hier ursprünglich fensterlos und nur mit Brettern verkleidet, die dem Hof abgewandte Talseite verschiefert. Der Umbau zur jetzigen Form als Wohnung mit gut 70 qm auf zwei Etagen fand im Jahr 1998 statt.
Sie beinhaltet im Erdgeschoß die Küche, oben ein Schlafzimmer sowie Wohnzimmer und Bad.
Die Hofanlage vermittelt nicht zuletzt durch Ihre Geschlossenheit und den guten Erhaltungszustand von Scheune und Zaunanlage den Eindruck eines wohlhabenden kleinen Gutes um 1850.
Wir sind von Anfang an bestrebt, das, was unsere Vorgängerinnen begonnen haben, fortzusetzen und dabei insbesondere mit Hilfe von Architekten, Handwerkern und des Denkmalamtes, die Anlage im Rahmen unserer Möglichkeiten nicht nur zu erhalten, sondern auch zu sanieren. So konnten bereits viele Details wiederhergestellt werden, die das ihre zum Charme des Anwesens beitragen.
Weitere Informationen über unser Anwesen und weitere Denkmale in Hofen finden Sie auch auf den Seiten der Denkmalpflege Hessen.
GUT BUNT
Da, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.
Oliver Knauss und Christoph König
Wiesenstraße 2
D-65594 Runkel-Hofen
Telefon +49 6482 6068355